Freiheit in Aktion

Ich beginne mit einer Geschichte. Eine Frau wurde beerdigt. Sie hatte auf der
Straße gelebt. Manche dieser Obdachlosen sind sehr freundlich und haben eine
Menge Freunde, aber diese Frau gehörte nicht dazu. Sie war sogar recht aggressiv
gewesen, vor allem wenn sie um Geld gebettelt und keines bekommen hatte. Sie
war immer mit einer alten Karre herumgezogen, in der sie Plastiktüten und alle
möglichen Abfälle herumschob.
Bei ihrer Beerdigung hatte der Pastor nicht viele Leute erwartet. Doch da kamen
viele Leute mit schönen Anzügen, grossen Limousinen. Sogar ein Cousins zweiten
Grades war extra aus Australien herübergeflogen. Für den Pastor war das ein
großes Rätsel. Eine Bekannt klärte ihn auf: „Weißt du, diese Frau war sehr reich!
Sie hat einige Jahre vor ihrem Tod ein großes Vermögen geerbt, mehrere
Millionen Pfund, sowie eine schöne Wohnung in der Pont Street und mehrere
sehr wertvolle Gemälde. «Und», betonte sie „wo ein Wille ist, sind auch
Verwandte!“
Die grosse Frage stellt sich: Warum hatte diese Frau weiterhin mit ihrem Müll
auf der Straße gelebt, nachdem sie dieses Vermögen geerbt hatte? Der Pastor
frage einen Verwandten. Die Antwort: «Sie wollte ihr gewohntes Leben
nicht aufgeben.“
 Für mich ist das absurd! Aber viele Menschen um uns herum handeln
noch viel absurder: Sie klammern sich wertlose Dinge in ihrem Leben und
schlagen nicht nur eine Wohnung in der Pont Street aus, sondern viel
mehr: all die Schätze, die Gott uns bietet. Eine neue Identität, nicht als
geistliche Bettler, sondern als wohlhabende Kinder Gottes!
Warum ergreifen wir nicht das Bessere? Es liegt wohl daran dass wir uns
sehr schnell an Umstände gewöhnen, und damit verbundene Sichtweisen,
so dass wir meinen, alles sei normal.
Beispiel: Die Bürger des ehemaligen Ostblocks wurden systematisch
gleichgeschaltet. Jede persönliche Initiative wurde abgelehnt und sabotiert.
Viele haben bis heute Mühe, Demokratie, Eigenverantwortung und die
damit verbundene politische und Gesellschaftliche Verantwortung zu
verstehen, und aktiv zu leben. Sie haben lieber einen starken Mann an der
Spitze, der die Probleme für sie löst, oder besser noch fernhält! Zum
Beispiel alle Ausländer!
Auch unser soziales Umfeld prägt unser Denken und Handeln enorm. Und
zwar so stark, dass wir Schwierigkeiten haben, die biblischen Werte und
ihre Verheissungen über ein neues Leben anzunehmen und zu leben!
Es gibt hier drei Lebenserfahrungen, die oft auf unsere Lebenshaltung
übertragen werden. Auch die geistliche Sichtweise. Wir messen Menschen
und Dingen unterschiedliche Bedeutung zu, je nachdem, ob wir in relativer
Armut aufgewachsen sind, aus dem Mittelstand kommen oder aus einer
wohlhabenden Familie.
Besitztümer:
A) Menschen (Sie ermöglichen das Überleben…Gefahr v Abhängigkeit)
M) Dinge (Statussymbole wie Autos, Schmuck etc.)
W) Erbstücke, Sammlergegenstände, Ahnentafeln (Identitätsbeweise)
Essen:
A) Hattest du genug? Man geht gerne in Hotels mit Büffet…
M) Hat es dir geschmeckt? Man geht gerne in gutbürgerliche Restaurants
W) Wurde es ansprechend dargeboten? Man geht gerne in stilvolle
Restaurants, kommt aber womöglich mit Hunger wieder raus.
Antriebskraft:
A) Überleben, Beziehungen, Unterhaltung
M) Arbeit, Errungenschaften (Eigenheim, etc.)
W) Finanzielle, politische, soziale Beziehungen
Letzte Auswahl von 14 Faktoren: Bestimmung:
A) Glaubt an Schicksal (Fatalismus: Kann nicht viel tun, um es zu ändern)
M) Glaubt an Entscheidungen: Ich kann die Zukunft JETZT beeinflussen durch
gute Entscheidungen
W) Glaubt an persönliche Berufung, etwas Gutes zu bewirken (Adel
verpflichtet)
Im Buch: «Kultur der Ehre» werden alle 14 Bereiche erläutert.
Im Buch: «Eine Frage der Ehre» gibt es weitere Aspekte und einen Test!
Den Test habe ich ausgedruckt: Liegt draussen auf. Resultate auf Nachfrage
per Email! Aber ihr werdet bedeutend mehr profitieren, wenn ihr das Buch
kauft!
Gläubige aus den drei unterschiedlichen Herkunftsprägungen haben daher
unterschiedliche Erwartungen und Fragen an die Kirchen und Gemeinden.
A) Was bekomme ich? → Gebt mir Unterstützung!
M) Was soll ich tun? → Sagt mir, was ich für Jesus tun soll!
W) Wer bin ich? →Helft mir, meine Bestimmung und Identität zu
finden!
→ es ist offensichtlich: Wer sich selber seiner Würde und Ehre bewusst ist,
ist auch eher fähig, eine Berufung zu leben, die nicht nur sich selber zugute
kommt, oder seiner nächsten Umgebung. Wenn Jesus uns einen Auftrag
gegeben hat, bis an die Enden der Erde zu gehen, um Menschen in Gottes
Gegenwart und unter seinen Segen zu rufen, so kann er das am ehesten
mit Menschen machen, die weit über den eigenen Tellerrand schauen
können! Weit über die eigene Verwandtschaft hinaus!
Dabei spricht Gott uns seine Hilfe und Begleitung zu, und wir haben sie
auch nötig!
Nehmen wir Abraham als Beispiel: die Bibel sagt nichts über den
ursprünglichen sozialen Stand Abrahams. Ich denke, seine Familie
entsprach etwa dem gehobenen Mittelstand! Er wuchs in UR auf. Damals,
etwa 2000 Jahre vor Christus, eine echte Metropole im Sumerischen
Königreich in Mesopotamien. (Heute Irak)
Sein Vater Terach beschloss nach Kanaan auszuwandern. Das ist schwierig
nachzuvollziehen. In Ur war das Leben «zivilisierter» als in Kanaan.
Womöglich hatte er schon Gottes Auftrag bekommen. Womöglich hat ihn
auch Unglück
getroffen? Sein Sohn Haran, der Jüngste von 3 Söhnen, starb sehr früh? Auf
jeden Fall blieb er nach 2/3 des Weges in Charan hängen. Dort starb
Terach.
Wohl kurz danach sprach Gott zu Abraham, und beginnt damit ein neues
Kapitel zu schreiben in er Geschichte der Menschheit!
1 Mo 12:1 Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und
von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das
ich dir zeigen will. 2 Ich werde dich zum Stammvater eines großen Volkes
machen und dir viel Gutes tun; dein Name wird überall berühmt sein.
Durch dich werden auch andere Menschen am Segen teilhaben. 3 Wer dir
Gutes wünscht, den werde ich segnen. Wer dir aber Böses wünscht, den
werde ich verfluchen! Alle Völker der Erde sollen durch dich gesegnet
werden.« 4 Abram gehorchte und machte sich auf den Weg. Er war 75
Jahre alt, als er Haran verließ.
Gott hatte etwas Grossartiges mit Abraham und seiner Familie vor. Er begann
damit, Abraham’s Sicht zu verändern! Zuerst auf sich selbst und
seinen Clan! Er gab ihm das Versprechen, ihn sehr Wohlhabend zu machen!
Dazu eine Berufung, seinen Wohlstand für die ganze Welt zu nutzen! Eine
Berufung über seinen eigenen Tellerrand hinaus!
In dieser grossartigen Berufung sind auch wir tatsächlich gesegnet! Die
Bibel sagt in Gal 3:7, dass wir durch den Glauben Abrahams Kinder sind.
Aber dieser Segen des Wohlstandes lag für Abraham, und heute auch für
uns, drei Schritte weit weg!
1.) Er rief ihn auf, sein Land zu verlassen
= Sicherheit, Bescheidenen Wohlstand, vermutlich war er Mitglied der
Oberschicht, …)
2.) Er rief ihn auf, seine Verwandtschaft zu verlassen (Werte, Kultur, Identität…)
Er rief ihn auf, seine direkte Familie zu verlassen (Hilfe, sozialen Rang…)
Das alles für ein unkonkretes Ziel, das Gott ihm später noch zeigen werde!
Was danach kam, war auch für Abraham nicht immer einfach. Er musste
lernen, in dieser Berufung zu leben.
Die eine oder andere Prüfung hat er wohl nicht bestanden. Er reiste zuerst
tatsächlich nach Kanaan, wie sein Vater Terach es vorgehabt hatte. Als in
Kanaan eine Hungersnot ausbrach, zog er nach Ägypten. Dort fürchtete er
wegen der Schönheit Saras um sein Leben, und gab sie als Schwester aus.
Das gab später ziemlichen Wirbel, denn der Pharao hatte sie als Nebenfrau
genommen. Doch letztendlich wurden Abraham und seine Familie trotz
dieser Lüge gesegnet und kam mit einem blauen Auge davon!
Er hatte später viele Abenteuer zu bestehen, und es erwies sich
zunehmend, dass Abraham wirklich willens war, seine Berufung zu leben.
Er wollte für die Welt ein Segen zu sein.
→ Er überliess seinem Neffen Lot die Wahl des besseren Weidelandes für
seine inzwischen riesigen Schaf-und Ziegenherden.
→ Er rettete nicht nur Lot, sondern auch die Könige Sodoms aus der Hand
ihrer Feinde, als in Kanaan ein Krieg ausbrach. Mit nur 318 eigenen
Männern siegte er in einer Nacht und Nebel Aktion über eine riesige
Übermacht, denn Gott war mit ihm (1 Mose 14)
→ Er gab auch Melchisedek, dem König von Salem, den 10ten der reichen
Beute, denn Melchisedek war Priester Gottes.
In ca. 25 Jahren war aus dem ängstlichen Abram, wie er damals noch
geheissen hatte, ein Mann geworden, der bereit war, auch für andere
Verantwortung zu übernehmen.
Auch Gott hatte Abraham in dieser Zeit immer wieder die Verheissung
erinnert. Jetzt, am Ende dieser Lehrzeit besuchte er Abram erneut: 1 Mo 17
4 Ich, siehe, das ist mein Bund mit dir: Du wirst zum Vater einer Menge
von Nationen werden. 5 Und nicht mehr soll dein Name Abram heißen,
sondern Abraham soll dein Name sein! Denn zum Vater einer Menge von
Nationen habe ich dich gemacht. 6 Und ich werde dich sehr, sehr
fruchtbar machen, und ich werde dich zu Nationen machen, und Könige
werden aus dir hervorgehen.
Der letzte, entscheidende Schritt: Abram erhält von Gott einen neuen
Namen! Sein leiblicher Vater hatte ihn «Erhabener Vater» genannt. Er
hatte wohl bereits eine prophetische Sicht von dem, was seinen Sohn
erwarten würde. Eine besondere Aufgabe… eine Führungsrolle. Er war der
Erstgeborene. Es war Abrams Bestimmung, den Familienclan nach seinem
eigenen Tod weiter zu führen. Dazu wurde er erzogen und ausgebildet.
Doch nun wird dieser Name geändert in «Vater von vielen Völkern» … und
erst jetzt kommt das erste Sichtbare: Sein erster echter Sohn von Sarah.
So ist es auch mit uns, seinen geistlichen Kindern! Wir sollen nicht in einer
Identität der Armut leben, mit selbstzentrierten Werten, geprägt von
Ängsten oder scheinbar unüberwindlichen Hindernissen, dem Schicksal
ausgeliefert.
Nein, auch wir können mit Gottes Hilfe lernen, wie Wohlhabende zu
denken, fühlen und handeln. Das ist nicht primär eine Frage des
vorhandenen Geldes, sondern der Bereitschaft, über den eigenen
Tellerrand hinauszusehen, und der Bereitschaft Verantwortung auch für
andere zu übernehmen, um so ein Segen für viele zu sein!
Bist du bereit, dich hier auf die Reise zu machen?
1.) Dein Land zu verlassen
2.) Deine Verwandtschaft zu verlassen
3.) Deine direkte Familie zu verlassen
Bist du bereit, und wirst du Gott folgen, wenn er dich in ein besseres Leben
führen will? Dich segnen will, deine Familie, deine Freunde, deine
Arbeitskollegen, deine Firma, die Gemeinde… und weit darüber hinaus?
Wem wirst du glauben? Denen die sagen: Bleib bei dem, was du kennst!
Weisst du nicht, wer du bist, was deinem Stand entspricht? Du bist wie wir!
Oder glaubst du Gott, der dich zu Neuem beruft? Dir eine neue Identität als
wohlhabendes Königskind gibt?
Ein Sprichwort sagt: “Wenn du tust, was du immer getan hast, wirst du das
bekommen, was du immer bekommen hast.”
 Willst du mehr? Dann lass dein Herz von Gottes Hand ergreifen. Wage
Neues, sähe Segen, und du wirst Segen ernten. Und das hängt nicht von
deinem aktuellen Budget ab. Es kommt alleine darauf an, ob du als Bettler
handelst, oder als Königssohn, oder Königstochter. Dies zeigt sehr gut eine
andere Bettlergeschichte zum Abschluss:
Dobri wuchs als Halbwaise auf, nachdem sein Vater im Ersten Weltkrieg
ums Leben gekommen war. Er selbst verlor einen Großteil seiner
Hörfähigkeit durch eine Granatendetonation im Zweiten Weltkrieg.
Seine Kleidung bestand aus nicht viel mehr als ein paar
zusammengetragenen Lumpen und gefundenen Lederschuhen. Er lebte
von einer 80 Euro Rente in einem kleinen Zimmer im Hinterhof der Kirche
seines Heimatortes, und ging jeden Tag 25 km zu Fuss nach Sofia, um dort
die Passanten um ein kleines Almosen zu bitten.
Das Geld floss aber nicht in Alkohol, neue Kleider oder andere Dinge. Den
grössten Teil davon – – mehrere 10.000 Euro im Laufe der Jahre – spendete
er an wohltätige Organisationen, meistens Kinderheimen.
Dobri lebte zwar nicht äusserlich in Wohlstand, Aber sein Herz war von
Wohlstand erfüllt! Und er verbreitete Wohlstand um sich herum. Und trotz
der Lumpen als Kleider hat er grossen Einfluss auf viele Menschen, die von
ihm lernen! Er war ein echtes Kind Abrahams, er lebte als Königssohn und
wird auch den Lohn eines Königssohns erhalten im Himmel!
Dobir war überzeugter Christ und hatte trotz seiner Herkunft und seines
Schicksals ein nobles Herz!
Willst du dein Herz überprüfen? Manchmal ist es gut, das konkret zu tun.
Dieser Test ist ein Möglichkeit zu überprüfen, ob der Herr dich wohl ruft,
einen nächsten Schritt zu wagen! Einen Schritt vorwärts zu einer neuen
Identität unter dem Segen Gottes! Zur Identität einer wohlhabenden
Königstochter, eines wohlhabenden Königssohnes!

Ohne Religion wäre die Welt friedlicher!

Sola Fide – Ohne Religion wäre die Welt freidlicher! 25. Februar 2018
In Hiob 37:2 heisst es dramatisch: Hört ihr, wie der Donner rollt? Hört ihr Gottes
Stimme? Welch ein Grollen kommt aus seinem Mund! 5 Gott lässt es donnern –
seine Stimme überwältigt uns; er vollbringt große Wunder, die wir nicht begreifen.
Was Hiob vor vielen Tausend Jahren gesagt hat, wurde im Mittelarlter zum
prophetischen Startsignal von gewaltigen Umwälzungen in der gesamten Welt!
Film Luther/Donner (Luther gelobt Gott in einem mächtigen Gewitter, Mönch zu werden)
Wie es mit Luther weiter geht, hören wir später. Zuerst aber ein Wort zu meinem
persönlichen Bezug zum Thema: Ich war formal katholisch aufgewachsen, aber
meine Eltern besuchten nie die Kirche. Es ging nur darum, die anderen Leute
zufrieden zu stellen. Trotzdem hatte ich einen kindlichen Glauben, und grosses
Interesse an Gott.
In meiner Teenie-Zeit entwickelte ich eine sehr kritische Haltung, auch weil
atheistisch gesinnte Lehrer uns dazu anleiteten. Kurz nach meinem 16. Geburtstag
entschloss ich mich, den Glauben an einen Gott aufzugeben. Ich wurde reiner
Materialist und Atheist. Auch ich sagte damals gerne: «ohne Religionen wäre die
Welt friedlicher»
Doch ist das wirklich so? Natürlich sehen wir in Zeiten der islamischen
Gotteskrieger viele Probleme die uns Europäer womöglich auch an die eigene,
schmerzliche Geschichte mit den Kreuzzügen erinnern.
Aber untersuchen wir die Theorie von der Praxis her: Es gab tatsächlich
verschiedene Regierungen, die versuchten, jegliche Religion im Land zu entfernen.
Albanien: Diktator Enver Hodscha, hatte von 1967 bis 1990 Albanien zum
atheistischen Staat erklärt und jegliche Religionsausübung verboten. Er führte
mehrere politische Säuberungswellen durch, denen Zehntausende zum Opfer
fielen. Hodscha alleine in seinen letzten Jahren 750 000 Bunker bauen. Derweil
verhungerte beinahe das Volk.
Noch schlimmer waren andere Machthaber, welche Religion als Wurzel allen Übels
brandmarkten: Stalin brachte unermessliches Leid mit seinen Gulags über ganz
Russland und politische Widersacher. 3 – 20 Millionen Tote gehen auf sein Konto.
→ Mao: seiner Kulturrevolution von 1958 bis 1962 fielen ca. 45 Millionen
Menschen zum Opfer. Er hatte, neben der direkten Verfolgung und Exekutionen,
eine gewaltige Hungersnot ausgelöst. Es ist der größte Massenmord der
Geschichte. Ziel: Der Versuch, die Bauern dazu zu bringen, aus Schrott Stahl zu
schmelzen statt Reis oder Weizen zu ernten. Er wollte aus einem Agrarland eine
industrialisierte kommunistische Großmacht machen. (Welt, vom 24. 2. 2014)
Auch die beiden Weltkriege mit 75 Mio Todesopfer gehen nicht auf das Konto von
religiösen Verführen. Sie sind alleine das Werk von machtbesessenen Politikern…
Welchen Einfluss hat Religionen tatsächlich auf das Leben der Menschen?
Zwiespältiges Resultat. Es gibt Religionen, welche die Menschen mit Angst vor Gott
oder vor Geistern und Dämonen knechten. Man muss sich nur ihre Abbilder
ansehen.
Christentum? Auch hier ist die Billanz zwiespältig. Neben grossartigem Handeln in
den ersten Jahrhunderten beginnen üble Machtspiele von dem Moment an, als das
Christentum zur Staatsreligion wurde.
Darum war ja auch die Reformation nötig! Die katholische Kirche war in einen
Sumpf von Korruption und Geldmacherei geraten. Sie vermochte den Menschen
keine Hoffnung mehr zu vermitteln. Die Menschen sahen darum in Gott dasselbe
wie bei ihren Bischöfen. Man versuchte, einen guten Deal mit IHM auszuhandeln,
um besser wegzukommen im Leben und im Sterben.
Und hier kommt nun genau Martin Luther ins Spiel. Er war Sohn hart arbeitender
Bauern. Sein Vater hatte sich aber nach und nach emporgearbeitet.
Auf väterlichen Wunsch besuchte Luther 1505 die Juristenfakultät in Erfurt. Am
2. Juli 1505 wurde er nach dem Besuch seiner Eltern in Mansfeld auf dem Rückweg
nach Erfurt von einem schweren Gewitter überrascht mit gewaltigen Folgen: Aus
Angst vor dem Tod und dem Fegefeuer gelobte er, ins Kloster einzutreten.
Doch auch als Mönch fand er keine Frieden mit Gott, und keine Freiheit von der
Angst zu sterben. Er lass nächtelang die Bibel in Latein. Fastete, knechtete seinen
Leib mit asketischen Übungen. Er hatte einen guten Seelsorger, aber auch der
vermochte ihm nicht zu helfen.
Im Jahre 1510 reiste Martin Luther mit anderen Ordensbrüdern nach Rom. Damit
ging für ihn ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung, seine Erwartungen waren
hoch. Schon als er die heilige Stadt Rom aus der Ferne erblickte, warf er sich
nieder. Er wollte die Gräber der Märtyrer besuchen und deren Reliquien verehren
sowie die Pilatustreppe erklimmen und darauf beten. Alles in allem hatte er die
Erwartung, gestärkt ins Kloster zurückzukehren. (Film: Luther in Rom auf
Pilatustreppe)
Im Jahre 1511 kehrte Luther enttäuscht zurück. Er erkannte, dass die Priester in
Rom Geld für ihre Messen nahmen und deshalb versuchten extra viele Messen zu
halten, also eine Befreiung der Sünden nur durch Geld möglich ist.
Er begann die etablierte Kirche mit ihrer weltlichen Ausrichtung zu hinterfragen.
Inzwischen Professor an der Universität Wittenberg geworden, versuchte er den
Menschen Hoffnung zu geben durch seine Bibelauslegungen.
Ein besonderer Dorn im Auge war ihm der Ablasshandel, in dem Seelenheil gegen
Geld verkauft wurde. Dazu wieder ein kleiner Filmausschnitt: Film Ablasspredigt
Luther wollte dies nicht länger akzeptieren, so schlug er am 31. Oktober am
Hauptportal der Schlosskirche in Wittenberg 95 Thesen an, welche den vom Papst
geführten Ablasshandel heftig kritisierten.
Er griff darin auch die Lehre des Fegefeuers als Irrlehre an, mit der die Menschen
dazu erpresst würden, Geld für den üppigen Lebensstil Roms frei zu machen.
Selber hatte er inzwischen einen persönlichen Durchbruch auf seiner Suche nach
Frieden mit Gott erlebt. Er bezeichnete sie als unerwartete Erleuchtung, nachdem
er sich wieder einmal intensiv die Bibel studierte. Dieser Moment wird als die
reformatorische Wende bezeichnet. Luther las Römer 1:17 und erlebt in diesem
Moment eine grosse Befreiung! Er fand, was er all diese qualvollen Jahre gesucht
hatte. Gott sprach persönlich zu ihm durch diese Verse des Apostel Paulus:
„Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche aus dem
Glauben kommt und zum Glauben führt; wie geschrieben steht: Der Gerechte wird
aus dem Glauben leben.“ Rö 1:17 aus Luther-Übersetzung
→ Luther fiel es wie Schuppen von den Augen!
Der Mensch kann mit all seinen Bemühungen keine einzige seiner Sünden zum
Verschwinden bringen, ungeschehen machen oder mit guten Taten aufwiegen.
Das einzige was zählt ist das was Jesus getan hat! Er starb völlig freiwillig am Kreuz,
um mit seinem Tod für unsere Schuld zu bezahlen. Keine Dukate, keine Mark,
keine Krone und auch kein einziger Schweizer Franken kann einen Ablass erkaufen.
Die Sündenvergebung ist ein Geschenkt Gottes.
Das Gott uns Menschen für Gerecht erklärt, ist nur Jesus allein zu verdanken.
Gerechtigkeit ist ein Geschenk Gottes. Sehr wertvoll, unbezahlbar wertvoll. Diese
göttliche Gerechtigkeit entfaltet seine Wirkung aber nur bei denjenigen, welche
das Geschenk dankbar annehmen, und daran glauben.
So wurde der Begriff geprägt: Sola Fide! Aus Glaube alleine ist der Mensch
gerettet!
Bedeutung dieser Erkenntnis für die damalige Zeit:
Auch für Zwingli war die Rechtfertigung aus Glaube zentral. Praktisch bedeutete es
zum Beispiel folgendes: Weil man sich bis anhin erhoffte, bei Gott Bonuspunkte
sammeln zu können, wenn man den Armen Almosen gab, liessen Zwingli und die
Stadtregierung das Betteln in Zürich verbieten. Niemand sollte so auf die eigenen
Werke hoffen können. Denn so hatten wiederum nur die Reichen Hoffnung auf
Erlösung.
Dem christlichen Gebot, den Armen zu helfen, sollte stattdessen mit der neuen
Armenfürsorge entsprochen werden. In der genannten Almosenordnung heisst es:
„Als erste Massnahme, um die armen Leute von der Gasse wegzubringen, ist als
Anfang vorgesehen, dass jeden Tag im Dominikanerkloster … Mus und Brot verteilt
werden soll.“
Was bedeutet es heute, aus dem Glauben ewiges Leben zu empfangen?
Ich erlebe es ständig, dass uns gerade diese Wahrheit enorm herausfordert!
Wo vertrauen auch wir auf fromme und gute Werke?
Wieso betonen wir immer wieder, wie gut unser Leben doch ist?
Wieso erleben auch wir immer wieder Angst und Not vor dem Tod?
Wieso versuchen wir immer wieder Gott und uns selbst zu beeindrucken, statt
uns auf seine Liebe zu verlassen?
→ Unglaube bedeutete die Trennung Adams und Evas von Gott: Sie misstrauten
Gott, dass er es gut mit ihnen meint. Sie griffen zur Frucht, weil sie meinten,
dadurch ein besseres Leben zu haben, der Himmel stehe ihnen erst so voll zur
Verfügung!
→ Nur Glaube kann uns darum auch wieder mit Gott zusammenführen. Das
Misstrauen muss beseitigt werden, die Beziehung wiederhergestellt werden!
→ Unterschied, ob ich etwas tue aus Angst… oder auch Glaube und Liebe
Was geschieht durch den Glauben im Leben eines Menschen?
Glaube an einen Gnädigen Gott gibt Hoffnung, Die zuversichtliche Hoffnung auf
das ewige Leben verändert auch dieses Leben. Unser Herz kann neu erfüllt werden
von der Liebe Gottes, die auch Werke der Liebe hervorbringt…
1Kor 13:13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist
die größte unter ihnen.
→ Glaube an Gottes Güte verändert unser Leben fundamental. Viel mehr, als die
Angst es zu tun vermag! Hab keine Angst davor, nachlässig zu werden. Die Liebe ist
das bestmögliche Vitamin für unser Glaubensleben!
Glaube und Freude an Gott: So fällt alles viel leichter:
Vollmacht: Wunder, Heilungen etc. bei den Jüngern damals und heute
Auch das womöglich Schwierigste: ein Zeuge zu sein.
Petrus 3:15 Ehrt vielmehr Christus, den Herrn, indem ihr ihm von ganzem Herzen
vertraut. Und seid jederzeit bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der euch
auffordert, Auskunft über die Hoffnung zu geben, die euch erfüllt.
Wenn der Glaube die Liebe in uns aktiviert… dann leben wir anders. Wie die ersten
Christen. Hier ein Auszug einer Schrift, in der ein unbekannter «Schüler» einem
unbekannten «Diognet» seinen Glauben erklärt. (Anhang: Brief an Diognet)
Welche Bedeutung hat der Glaube in deinem Leben? Welches Potenzial?
Wenn du Jesus noch nicht persönlich kennst
Wenn du Jesus bereits angenommen hast als Erlöser? Gibt es mehr?
Aufruf: Es gibt mehr für dich! Aber der Glaube hat besondere Bedeutung Diesseits!
Wenn dich der Glaube an die Schrift, an Jesus und an die Gnade in deinem Leben
konkret leitet, wird es Folgen haben!
Hebräer 11:6 Und ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Wer zu Gott
kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn
aufrichtig suchen.
Brief von «Mathetes» (Schüler) an einen «Diognet»
Denn Christen unterscheiden sich weder durch Heimat noch durch Sprache
und Sitte von anderen Menschen. Sie bewohnen keine eigenen Städte,
sprechen keine besondere Sprache und führen kein absonderliches Leben.
Ihre Lehre wurde nicht durch Einfall oder Scharfsinn vorwitziger Menschen
aufgebracht. Sie bewohnen griechische und ausländische Städte, wie es
ihnen das Schicksal beschied. Sie folgen der Landessitte in Kleidung,
Nahrung und der sonstigen Lebensart. Sie legen dabei zugleich eine
wunderbare und sicherlich überraschende Lebensweise an den Tag.
Sie bewohnen jeder sein Vaterland, aber wie Fremde. Als Bürger teilen sie
alles mit den übrigen, aber als Fremde. Jede Fremde ist ihnen Heimat und
jede Heimat eine Fremde. Sie heiraten und haben Kinder wie jedermann,
setzen aber die neugeborenen Kinder nicht aus. Sie haben gemeinsamen
Tisch, aber kein gemeinsames Lager. Sie leben »im Fleische«, aber nicht
»nach dem Fleisch«. Sie leben auf Erden, aber sind Bürger des Himmels. Sie
gehorchen den bestehenden Gesetzen und überbieten sie in ihrem
Lebenswandel.
Sie lieben alle, werden aber von allen verfolgt. Sie sind unbekannt und
verdammt, man tötet sie und bringt sie dadurch zum Leben. Sie sind arm
und machen doch viele reich. Sie leiden Mangel an allem und haben doch
an allem Überfluß. Sie werden mißachtet und in der Mißachtung
verherrlicht. Sie werden geschmäht und doch als gerecht erfunden. Sie
werden gekränkt und segnen. Sie werden verspottet und erweisen Ehre. Sie
tun Gutes und werden wie Übeltäter bestraft. Sie werden mit dem Tode
bestraft und freuen sich, als würden sie zum Leben erweckt.
Von den Juden werden sie angefeindet als Fremde und von den Griechen
werden sie verfolgt, doch einen Grund für ihre Feindschaft vermögen die
Hasser nicht anzugeben.
Um es kurz zu sagen: was im Leibe die Seele ist, das sind in der Welt die
Christen. Wie die Seele über alle Glieder des Leibes, so sind die Christen
über die Städte der Welt verbreitet. Die Seele wohnt zwar im Leibe, doch
stammt sie nicht aus dem Leib, so wohnen die Christen zwar in der Welt,
sind aber nicht von der Welt.
(vermutlich aus dem 2. Jahrhundert)

Die Ausstrahlung

1) BW3: Ausstrahlung! 29. April 2018
Kennt ihr Menschen mit einer besonderen Ausstrahlung? Möchtest du selber gerne ein
Mensch mit Ausstrahlung sein? Das wäre gut so, denn das ist Gottes Plan für dich und dein
Leben! Du sollst Ausstrahlung haben, Charisma und die Welt um dich herum soll genau
durch dich etwas heller werden! Jesus sagt uns ja in seinem Wort:
«Ihr seid das Licht dieser Welt!» Er meint damit die Jünger als «seine Gemeinde ».
Auch wir sind Gemeinde. Eine christliche Gemeinde. Wir feiern einen christlichen Gottesdienst
und viele Menschen in der Schweiz bezeichnen sich selber als Christen. Was bedeutet
das überhaupt? Christ sein?
Klar kommt es von Jesus Christus. Christos ist eine lateinische Übersetzung von «Meschiach»,
was der Gesalbte bedeutet. Der erste Gesalbte, der in der Bibel erwähnt wird ist
Aaron.
2 Mo 3:30 Auch Aaron und seine Söhne sollst du salben und sie dadurch heiligen, damit sie
mir den Priesterdienst ausüben.
Was bedeutete dieses Salben Aarons, seiner Söhne und aller Nachkommen? Es war das
geistliche Zurüsten und Bereitstellung für eine Aufgabe! Es ist eng untrennbar verbunden
mit dem heiligen. Heiligen wiederum bedeutet, etwas oder jemanden für Gott zu bestimmen,
zu reservieren. Für ihn persönlich oder für eine Aufgabe in seinem Königreich!
Auch Gegenstände wurden als Auftrag von Gott auf diese Weise für ihn reserviert und
zum alleinigen Gebrauch der Verherrlichung Gottes bestimmt!
2. Mo 40:8 Richte ringsum den Vorhof auf! Auch den Vorhang des Tors zum Vorhof hänge
auf! 9 Darauf nimm das Salböl und salbe die Wohnung und alles, was darin ist, und heilige
dadurch sie und all ihre Geräte, damit sie heilig wird! 10 Salbe auch den Brandopferaltar
und all seine Geräte und heilige dadurch den Altar, damit der Altar hochheilig wird!
→ Alles was Gott verherrlichen sollte, musste zuerst gesalbt werden! Menschen, Tiere,
Häuser, Gefässe… auch die Könige Israels, und neben den Priestern auch die Propheten!
Es ist also völlig nachvollziehbar, dass die Juden seit der Zerschlagung Israels durch die Babylonischen
Könige auf den Gesalbten Gottes warteten, den Messias, der durch die Propheten
angekündigt war.
Salbung im Neuen Testament bedeutet grundsätzlich dasselbe wie im Alten Bund. Aber sie
unterschiedet sich dennoch in wesentlichen Punkten. Vieles was früher symbolisch war,
hat sich im neuen Bund verändert, meistens verstärkt und erweitert.
Petrus predigt in Cäsarea einem römischen Hauptmann und sagte dabei:
Apg 10:38 Jesus von Nazaret wurde von Gott mit dem Heiligen Geist gesalbt und mit Kraft
erfüllt und zog dann im ganzen Land umher, tat Gutes und heilte alle, die der Teufel in seiner
Gewalt hatte; denn Gott war mit ihm.
Er hatte gesehen und beobachtet, wie Jesus vom Heiligen Geist berührt worden war bei
seiner Taufe. Genau nach diesem Moment war Jesus nicht mehr der unbekannte Sohn irgend
eines Zimmermanns. Er war Jesus der Messias, oder der Christus, was die lateinische
Bezeichnung ist für der Gesalbte.
Durch diese Berührung Gottes, durch den Heiligen Geist, war das Warten auf den Christus
beendet. Er war nun definitiv auserwählt, für die Aufgabe ausgesondert und auch
ausgerüstet mit Kraft und Vollmacht. Und zwar genau für den Dienst, den nur ER hat ausfüllen
können. Jesus trug dies Berufung bereits 30 Jahre in sich, aber er hatte die Salbung
noch nicht! Darum ist es kein Zufall, wie seine erste überlieferte Predigt in der Synagoge
von Nazareth begann:
Lk 4:16 Als er aufstand, um vorzulesen, 17 reichte man ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja.
Er öffnete sie und fand die Stelle, wo geschrieben steht: 18 Der Geist des Herrn ruht
auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe
Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das
Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze 19 und ein Gnadenjahr des Herrn
ausrufe.
Auch Jesus konnte ohne die Salbung nichts tun. Das Grossartige dabei, seit Jesus ist die
Salbung nicht mehr nur für Könige, Priester und Propheten reserviert, sondern für alle, die
Jesus nachfolgen, und das Königreich Jesu mitbauen! Jesus hat nichts aufgehoben vom Alten
Testament, aber er hat allem neue Bedeutung und grösserer Wirksamkeit gegeben!
Ein weiteres Beispiel für diese „Erweiterung und Ausdehnung der Salbung“
AT: es wurden viele Opferlämmer, Stier, Böcke und Tauben benötigt, um Friede und Vergebung
zwischen Gott und den Menschen zu wirken! Diese Wirkung war alleine beschnittenen
Juden vorbehalten.
NT: Jesu Opfer machte jegliche Tieropfer unnötig, ja sogar unwirksam, und der Wirkungsbereich
wurde über die ganze Erde ausgedehnt! Die Vergebung Gottes, sein Friedensangebot,
ja sein „Adoptionsangebot“ gillt nun allen Menschen der Welt, die das wollen!
AT: Die Salbung war exklusiv für Priester, Könige oder Propheten!
NT: Die Salbung wurde ersetzt durch die Ausgiessung des Heiligen Geistes, welche auf «alles
Fleisch» auf Fischer, Zöllner, Handwerker, Händler oder irgendwelche Menschen kam.
Zuerst hatte Jesus gesagt: Joh 9:5 Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
Später die prophetische Ankündigung: Mt 5:14 Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die
oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein.
Dann, nach seiner Auferstehung: Joh 20:22 er hauchte sie an und spricht zu ihnen: Empfangt
Heiligen Geist!
Diese Übertragung von Salbung erlebten wahrscheinlich nur die 12 plus ein paar andere.
Erst an Pfingsten wurde die ganze Gemeinde von heiligem Geist erfüllt! Doch die pfingstliche
Geistestaufe war noch nicht alles, was zur Salbung, zur Ausrüstung und Aussendung
gehörte! Auf Einzelne legten die Jünger immer dann ihre Hände auf, wenn sie für bestimmte
Aufgaben beglaubigt und mit besonderer Kraft im Heiligen Geist auszurüstet werden
sollten.
Apg 6:3 Seht euch daher, liebe Geschwister, in eurer Mitte nach sieben Männern um, die
einen guten Ruf haben, mit dem Heiligen Geist erfüllt sind und von Gott Weisheit und Einsicht
bekommen haben…. Stephanus, einen Mann mit einem festen Glauben und erfüllt
vom Heiligen Geist, Philippus, Prochorus, Nikanor, Timon, Parmenas und Nikolaus, einen
Nichtjuden aus Antiochia, der zum Judentum übergetreten war. 6 Man ließ sie vor die
Apostel treten, und die Apostel beteten für sie und legten ihnen die Hände auf. 7 Die
Botschaft Gottes breitete sich immer weiter aus, und die Zahl der Jünger in Jerusalem stieg
sprunghaft an.
→ Folge: die Gemeinde wuchs sprunghaft an, durch das Prinzip der Multiplizierung der
Salbung… und damit auch der Vollmacht!!!
Apg 13:2 2 Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist:
Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe! 3 Da
fasteten und beteten sie; und als sie ihnen die Hände aufgelegt hatten, entließen sie sie.
Es gibt im Reich Gottes dieses Prinzip der speziellen Berufung, Aussendung und damit
auch Aussonderung durch das auflegen der Hände und dem Gebet um eine besondere Berührung
durch den Heiligen Geist!
Wir sind alle berufen, auf den Heiligen Geist zu hören. Wir sind aber nicht alle als Propheten
von Gott berufen, ausgesondert worden und dann ausgesandt das Himmelreich Gottes
auf der Erde wirkbar, sichtbar zu machen! Von diesem Prinzip der speziellen Berufung
und Salbung spricht Paulus immer wieder! Er hat es ja selber, am eigenen Leib erfahren!
Eph 4:11 Und er setzte die einen als Apostel ein, andere als Propheten, andere als Evangelisten,
andere als Hirten und Lehrer,..
→ Solche Setzungen kommen von Gott, auch wenn sie durch Menschen unter Handauflegung
vollzogen werden! Wir sprechen hier vom fünffältigen Dienst. Der fünffältige Dienst
hat ein einziges, grossartiges Ziel!
… 12 um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zuzurüsten, für den Aufbau des Leibes
Christi,
Für die Zurüstung der Heiligen! Auch wir sind für Gott reserviert (heilig), aber wir benötigen
Zurüstung. Oder wie Paulus den Ephesern erklärt:
Eph 2:20 Ihr seid aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, wobei Christus
Jesus selbst Eckstein ist. 21 In ihm zusammengefügt, wächst der ganze Bau zu einem heiligen
Tempel im Herrn, 22 und in ihm werdet auch ihr mit aufgebaut zu einer Behausung
Gottes im Geist.
Wir, die Gemeinde gemeinsam, bilden einen geistlichen Tempel des Herrn. Eine Behausung
Gottes im Geist!
Innerhalb des fünffältigen Dienstes gibt es nun zwei besondere Dienste. Die Apostel und
die Propheten. Sie haben in besonderer Weise das Potenzial, Gottes Pläne offenbar zu machen,
und die Jünger Jesus dazu freizusetzen! Ergänzt werden sie durch die drei weitere,
die Evangelisten, die Hirten und die Lehrer.
Gemeinsam haben sie eine grossartige Wirkung auf Menschen, die in sich eine Sehnsucht
tragen. Sie Sehnsucht nach der Sichtbarwerdung des Himmelreichs auf dieser Erde! Der
fünffältige Dienst hat das Potenzial, Menschen weit über das menschenmögliche hinaus zu
fördern. Es kann echte Berufungen ins Herz pflanzen… begaben… mit Kraft ausstatten…
Aber Achtung! Salbung ist auch immer gleichzeitig «Reservation»…und Aussonderung für
Gott! Wir tragen Eigenverantwortung dafür!
1. Tim 4:14 Vernachlässige nicht die Gnadengabe in dir, die dir gegeben worden ist durch
Weissagung mit Handauflegung der Ältestenschaft!
Was ist dein Traum im Reich Gottes? Hast du einen Traum? Oder hast du ihn vor Jahren,
oder Jahrzehnten aufgegeben? Benötigst du Freisetzung?
Philippe Dietrich hat genau das erlebt, und er wird uns jetzt davon berichten:
Zeugnis von Philippe, wie Gott ihn prophetisch neue berufliche Wege aufzeigte. ER werde
ihn segnen, wenn er mit seiner Frau Reni eine Unternehmensberatungsfirma gründe.
Paulus, der Apostel, beschreibt seinen Dienst folgendermassen:
1 Kor 3:10 Der Gnade Gottes entsprechend, die mir geschenkt wurde, habe ich wie ein weiser
Baumeister (Architekt) den Grund gelegt; ein anderer baut darauf weiter. Aber jeder
soll darauf achten, wie er weiterbaut.
Die Apostel und Propheten bauen ein Fundament, die anderen Dienste bauen das Haus,
den Tempel, weiter. Wie sieht nun eine Gemeinde aus, die auf dieser Grundlage des apostolischen
Wirkens gebaut worden ist. Was sind ihre Schlüsselmerkmale:
Im Buch: «Kultur der Ehre» heisst es: (Seite 64 / 65)
1. Anbetung und übernatürliches Handeln haben Priorität im Umfeld und im Leben der
Heiligen, da die Gegenwart Gottes die absolute Nummer eins ist.
2. Genau wie Jesus sind die Heiligen dazu gesandt, die Werke des Teufels zu zerstören.
Dazu gehören Krankheit, Leid und Bedrängnis. Das Leben der Heiligen soll allen Menschen
auf Erden zeigen, dass Gott Immer der Gute und der Teufel immer der Schlechte ist.
3. Das Reich Gottes besteht in „Freude im Heiligen Geist”. Daher soll die Gemeinde ein Ort
übersprudelnder, überfließender Freude sein.
4. Es ist der Wunsch Gottes, dass alle, die ihn noch nicht kennen, Ihn zuerst als jemanden
kennen lernen, der sie liebt, und nicht als jemanden, dem sie dienen sollen.
5. Der Leib Christi wird aufgebaut und ausgerüstet, um eine strahlende, siegreiche Braut
zu werden, ganz gleich, wie die irdischen Bedingungen auch aussehen mögen.
6.Die Gemeinde soll eine weltweite Erweckung und Veränderung auslösen.
7. Nachfolgende Generationen müssen ausgerüstet werden, um die Offenbarung über das
Reich Gottes weiter zu tragen und zu demonstrieren.
Damit dies geschehen kann, benötigen auch wir den Support und die Unterstützung der
göttlichen Salbung.
Ein letztes Bild: Hier ist eine grosse Flasche Salböl. Es sind einige kleinere, handlichere
Fläschchen im Umlauf. Diese werden aus der grösseren Flasche nachgefüllt! Das Salböl selber
ist aber überall dasselbe!
Wir glauben nicht an Magie oder Sakramente! Das Salböl ist im NT nur noch ein Symbol
für das Echte, den Heiligen Geist in unserem Leben, der uns beruft, ausrüstet und für den
Dienst im Königreich reserviert. Uns Ausstrahlung gibt!
Jesus hat seine Gemeinde berufen, besonders durch den fünffältigen Dienst ausgerüstet
zu werden. Ob es nun Apostel und Propheten sind, die dir Hände auflegen, oder andere
berufene Menschen, welche dir im Geist dienen, öffne dein Herz für das Wirken des Heiligen
Geistes, so wirst du nicht nur wörtlich zum Christen, sondern wie Jesus Christus selber…
zum Träger der Salbung!

Goldgräber

Goldgräber Gestern waren Beat Müller und Peter Wild mit ihrem Comedyprogramm «Öpäso» bei uns: Levi, der Zöllner, und Thomas, der Zweifler, zeigten uns, durch welche Höhen und Tiefen die Jünger gegangen sein mussten. Es war unglaublich lustig… aber der Abend war auch...