Goldgräber

Gestern waren Beat Müller und Peter Wild mit ihrem Comedyprogramm «Öpäso» bei uns: Levi, der Zöllner, und Thomas, der Zweifler, zeigten uns, durch welche Höhen und Tiefen die Jünger gegangen sein mussten. Es war unglaublich lustig… aber der Abend war auch voller Momente, in denen man ins Nachdenken kam. Und sich selber in den beiden Rollen sah. Ja, das Leben mit Gott gleicht einer Reise mitten im Aprilwetter… Sonne und Sturm… wo wir den richtigen Weg nach Hause suchen! Auch aus der himmlischen Perspektive ist diese Reise eine Suche! Auch Gott ist immer auf der Suche nach Menschen, mit denen er einen Weg gehen kann! Jesus ist seit 2000 Jahre auf der Suche nach Jüngern, die bereit sind, ihm zu vertrauen, und mit ihm zu gehen! Dabei begegnet auch er durchaus Herausforderungen!
Die einen sagen: Nimm mich Herr, ich bin der Beste! Andere: Nimm den anderen
Herr, Er ist viel besser als ich. Wieder andere getrauen sich nicht einmal, etwas zu sagen, weil sie überzeugt sind, dass sie eher von Jesus bestraft würden, als in die Nachfolge gerufen.
Heute werden wir sehen, dass die Bibel voll von Geschichten ist, in denen Gott bei
seiner Suche nicht an der Oberfläche der Menschen haften bleibt, sondern in die
Tiefe gräbt, um Gold zu finden!

1. Jesus lehrte seine Jünger, mit Gottes Auge zu sehen!
In der Bibel finden wir eine Geschichte, die uns etwas über Gott zeigt! Samuel wird
von Gott zu Isai gesandt, einen neuen König zu finden, als Ersatz für Saul! Samuel denkt, dass es Eliab ist, was waren wohl seine Kriterien? Doch der HERR sagte zu ihm: »Lass dich von seinem Aussehen und von seiner Größe nicht beeindrucken. Er ist es nicht. Denn ich urteile nach anderen Maßstäben als die Menschen. Für die Menschen ist wichtig, was sie mit den Augen wahrnehmen können; ich dagegen schaue jedem Menschen ins Herz.« 1. Samuel 16:6 → Gott schaut nicht auf das Äussere, sondern er erkennt das «Herz». Nun lässt sich Samuel nicht mehr verführen. 7 Söhne gehen vorbei, keiner ist es. Samuel versteht wohl zuerst nicht, was das bedeuten soll. So bleibt dann nur eine Möglichkeit.

Er fragt Isai. 11 Aber sind das wirklich alle deine Söhne?
»Nein, der jüngste fehlt noch«, antwortete Isai. »Er ist auf den Feldern und hütet unsere Schafe und Ziegen.« Da forderte Samuel ihn auf: »Lass ihn sofort herholen! Wir werden uns nicht ohne ihn an die Festtafel setzen.« 12 So ließ Isai David holen. Er war ein gut aussehender junger Mann, mit rötlichen Haaren und schönen Augen. »Das ist er«, sagte der HERR zu Samuel, »salbe ihn!« Es gibt viele Beispiele in der Bibel, wo Gott Menschen erwählt hatte, ihm zu dienen, bei denen wir nur die Fehler gesehen hätten, aber nicht das Gold!
→ Abraham verleugnete seine Frau
→ Jakob war ein hinterlistiger Fersenhalter
→ Joseph war ein Muttersöhnchen
→ Gideon war unsicher und fühlte sich minderwertig.
→ Samson war blind vor Stolz→

Nach welchen Kriterien wählt Gott Menschen aus? Nach welchen beschenkt er sie
mit Gaben?
Was könnte geschehen, wenn auch wir von unserem himmlischen Vater lernen
könnten das wirklich Wesentliche im Menschen zu sehen? Wie wären die Auswirkungen in der Pfimi, wenn uns der Heilige Geist das Gold im anderen zeigen würde? Wir könnten uns gegenseitig ermutigen, und gegenseitig fördern, und gegenseitig unterstützen. Wir könnten unsere Vision besser leben! „Wir erleben gemeinsam Gottes Liebe, und machen sie im Alltag sichtbar!“ Auch unser 1. Wert: Wir erleben gemeinsam Gottes Liebe, und pflegen wertschätzende Beziehungen… Jesus hat genau das getan, und seine Jünger genau das vorgelebt. Genau dafür hat er auch den Heiligen Geist gesandt, damit wir etwas Neues Sehen können! Das was im Verborgenen bereits da ist! Þ Was siehst du, wenn du dein eigenes Leben und dasjenige deiner Mitmenschen betrachtest –das Gold oder den Dreck?

2. Eine übernatürliche Umgebung schaffen, in der das Gold sichtbar wir.!
Wenn wir auf das Vorbild Jesu schauen, so hatte er eine Gabe, Menschen extrem zu ermutigen, das Positive, das Gold, in ihnen zu sehen. Die Meisten, die ihm persönlich begegnet sind, haben sich schnell wohl gefühlt in seiner Nähe. Zum Beispiel Nathanael: Philippus war gerade ein Jünger von Jesus geworden, und ist jemandem aus seinem Dorf Betsaida begegnet. Es war Nathanael. Er lädt ihn ein, diesen Jesus von Nazareth kennen zu lernen. „Nazareth?«, entgegnete Nathanael. »Was kann von da schon Gutes kommen!« Doch Philippus antwortete ihm: »Komm mit und überzeuge dich selbst!“ Joh 1:46 Nathanael… war er ein Zyniker? Desillusioniert? Abgelöscht?…

Was hat Jesus gesehen, als Nathanael wohl eher etwas lustlos daherkam:
„Als Jesus Nathanael erblickte, sagte er: »Hier kommt ein wahrer Israelit, ein ganz und gar aufrichtiger Mensch!“Joh 1:47 Das ging dann so weiter: Matthäus, der Zöllner; Zachäus, der Oberste der Zöllner, Maria Magdalena, … Das wohl krasseste Vorbild ist sicher die Begegnung mit der Samariterin am Brunnen (Joh 4,6 ) Jesus sieht die Schande, sieht die Sünde, sieht die Frau, die gleichzeitig viele Männerbeziehungen lebt…, aber er sieht auch die Frau, welche begeisterungsfähig ist und leidenschaftlich. Die Frau, die sich im Innersten danach sehnt, dass ihr mal jemand etwas Gutes zutraut, ihr hilft, wieder auf einen gesunden Weg zurück zu finden. Jesus war dieser Mann! In seiner unvergleichlichen Art Fragen zu stellen, hat er sie zur Selbsterkenntnis geführt, ohne sie zu entmutigen. Sie wurde sogleich zur Evangelistin. Auch Barnabas hatte diesen Blick… Jesus sandte ihn zu Paulus, er investierte sich in Johannes Markus….Der Heilige Geist kann uns helfen, dasselbe zu tun!

Nur wenn wir uns gegenseitig das Gute zutrauen, wenn wir uns gegenseitig ermutigen, werden die natürlichen und besonders die übernatürlichen Gaben in der Pfimi wachsen können. Das Herausragende am Dienst Jesus war, dass sich die Jünger nach der Zeit mit Jesus weit mehr zugetraut hatten, als vorher! Sie wären befähigt, im Namen Gottes Wunder zu wirken. Die Gemeinde hat auch heute noch diesen Auftrag, die Heiligen zuzurüsten für den Dienst!  Bitte den Heiligen Geist, dir diese Woche jemanden zu zeigen, den du mit ehrenvollen Worten ermutigen kannst! Dann tue es…

3. Jesus und Goldgräber haben keine Angst vor Dreck
Wenn man auf der Suche nach Gold ist, kann man sich leicht schmutzig machen. Man bekommt auch mal kalte Füsse oder Hände! Bild: Gott hat den Menschen aus Dreck geformt! ER war nur für kurze Zeit ohne Flecken und Runzeln. Bald hat sich der Mensch innerlich und äusserlich von Gott entfernt. Menschen sind in viele Schwierigkeiten geraten. In einen Morast von Unehrlichkeit, Machtstreben, Eifersucht und all die Dinge. Die Regierungen und Mächtigen dieser Welt versinken zunehmend im Sumpf der Korruption, aber auch bei ganz
einfachen Menschen nimmt die Eigensucht zu. Aber selbst wenn der ganze Mensch nur noch aus Dreck bestünde, würde der Geist Gottes immer noch das Beste suchen, nämlich die Würde, die Gott dem Menschen gegeben hat, als er ihm seinen Geist eingeblasen hat. Er würde ihn zu Jesus führen, zum Blut des Lammes, und ihn waschen mit lebendigem Wasser. Er würde ihm bis zum letzten Tag ermutigen, fördern, und die richtigen Fragen stellen…

Was kommt dabei immer letztendlich zum Vorschein?
→ Gold!!!
Jeder Mensch ist von Gott mit guten Gaben ausgestattet worden. Durch seinen Geist hat er auch Würde und Ehre… Wenn wir nun der Sünde begegnen wollen, müssen wir es geistlich tun. Wir können nicht fleischlich gegen das Fleisch kämpfen Auch Gott hat eine Antwort auf den Dreck, die Sünde, gefunden! Bill Johnson beantwortete diese Frage einmal wie folgt: Die Kultur der Ehre feiert, was ein Mensch ist, ohne über das zu stolpern, was er nicht ist. Sie schliesst ein, dass wir Leute ermahnen und vor den Konsequenzen (ihres Eigenwillens) warnen. (…)Doch wir wollen Menschen mit den Augen des Glaubens sehen, wie Jesus es tat; wir wollen über das Augenfällige hinausschauen. (Aus „Kultur d Ehre“ v. Dany Silk) Wenn ein Kind Gottes sündigt, hat es ganz offensichtlich vergessen, wer es in Wirklichkeit ist –nämlich ein Heiliger, für den es unter seiner Würde liegt, zu sündigen. Unser Handeln kommt immer aus dem heraus, was wir über uns selbst denken. Erst wenn wir die Lüge hinter der Sünde entlarven, kann in unserem Leben nachhaltige Veränderung passieren. In einer Kultur der Ehre geht es deshalb immer darum, dass die Menschen erkennen, wie wertvoll sie in den Augen Gottes sind. Wenn sie dies verstehen, werden sie aus freien Stücken gute Entscheidungen treffen und in der Freiheit laufen, die Jesus für sie am Kreuz errungen hat. Wenn wir einander als Geschwister ermahnen, behalten wir deshalb folgende Punkte im Auge:
 Motivation: Ich sehe das Gold in dir und will das Beste in dir hervorbringen. Dazu ist es nötig, dass du dir deiner blinden Flecken bewusst wirst und Verantwortung für dein Handeln übernimmst.
 Ausgangspunkt: Du bist ein geliebtes Kind Gottes. Das gibt dir eine unantastbare Würde und Herrlichkeit. Durch den Heiligen Geist bist du dazu befähigt, Herrschaft über dein Leben auszuüben und gute Entscheidungen zu treffen. Ich kann und will dich weder dazu zwingen, noch dich kontrollieren oder dir Angst einjagen.
 Vorgehen: Ich stelle dir Fragen, anstatt dir deine Fehler aufzuzählen: „Hast du das absichtlich so gesagt?“ „Hast du die Reaktion der Person bemerkt, mit der du gerade geredet hast?“ „Welche Auswirkungen hat deine Entscheidung?“ „Hättest du gerne jemanden der dir hilft?“ Wir wollen mit unserer neuen Serie dazu beitragen, dass du Gottes Wirken, sein Gold, seinen Reichtum, in dir selber besser wahrnehmen kannst. Wir wollen uns gegenseitig ermutigen lernen. Und wir wollen lernen, wie wir uns gegenseitig besser unterstützen können, den Reichtum von Gottes Königreich zu entfalten. Wir beginnen am 8. April mit dem Thema: „Blickwechsel“ Ihr findet die Termine und ersten Titel auf dem Flyer, der draussen aufliegt.
Ich freue mich, mit euch einige Wochen lang intensiv nach Gold zu schürfen…